Die Vierschanzentournee wird nicht nur von den Adlern aus unserem Nachbarland geprägt, sondern auch von den sehr müden deutschen Adlern. Während Österreich scheinbar ein Abo auf den Tourneesieg hat, sind die deutschen Skispringer meilenweit vom Treppchen entfernt. Einzige Ausnahme hierbei ist Pascal Bodmer, der sein Leistungsvermögen ausschöpfen kann und sich in der Weltelite etabliert hat. Dabei besticht er nicht nur durch tolle Sprünge, sondern vor allem durch seine Unbekümmertheit, die sicherlich auch einen Teil seiner Stärke ausmacht.

Beim gestrigen Qualifikationsspringen in Bischofshofen war jedoch ein Aufwärtstrend bei den deutschen Springern zu verspüren. So qualifizierten sich gleich sechs der sieben gestarteten Springer für den heutigen ersten Durchgang auf der schönen Naturschanze. Bemerkenswert war dabei die Platzierung von Michael Uhrmann, der das Training als Dritter mit sehr guten 137,5 m beendete. Die Paarungen für den ersten Durchgang versprechen also einiges. So muß Martin Schmitt gegen den stärksten Russen antreten, der gerade auf großen Schanzen sehr gut ist. Dazu kommt ein innerdeutsches Duell zwischen Andreas Wank und Michael Neumeyer sowie das Duell von Richard Freitag gegen den Führenden in der Gesamtwertung Andreas Kofler. Bleibt zu hoffen, dass den heutigen ersten Durchgang einmal mehr Springer überstehen als dies in Innsbruck der Fall war.

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